Blumenwiesen-Fotowettbewerb

Seit Jahren besitze ich eine Nikon-Kamera, die für eine Kompaktkamera relativ gross ist, aber für die vielen Einstellmöglichkeiten doch sehr klein, eine P7000. Diesen Frühling beschloss ich, sie zu ersetzen, aber weil ich mit all den Knöpfen und Rädern und der kompakten Bauform sehr zufrieden war, entschied ich mich für den sehr ähnlich aussehenden Nachfolger P7800. Neben einigen neuen Einstell-Funktionen und Filtern begeisterte mich vor allem das neue Objektiv. Ich war (und bin noch immer) fasziniert, wie nahe man an die Sujets herankommt.

Goldfarbenes Insekt auf Witwenblume
Goldfarbenes Insekt auf Witwenblume

Mit der neuen Kamera pirschte ich mich an vielerlei kleines Getier an und nahm allerlei Winzlinge vor die Linse. Einer davon war ein etwa 5mm kleines, hellgrünes Insekt auf einer blauen Blume hinter dem Haus. Auf dem fertigen Bild stellte ich erstaunt fest, dass es eine Heuschrecke war, mit schwarzen Punkten auf den Beinen und dem ganzen Körper. Ein anderes Mal gelang mir trotz Wind, der alle Blumen nervös schwanken liess, eine hübsche Aufnahme von einem goldfarbenen langestreckten «Käfer» mit langen Fühlern auf einer Witwenblume.

Blühende Sommerwiese bei Mürren
Blühende Sommerwiese bei Mürren

Als ich später im Pro-Natura-Magazin von einem «Wiesenblumen-Fotowettbewerb» las, war mir klar, dass ich da teilnehmen würde. Für die Kategorie «Landschaft» fand ich das Bild einer Blumenwiese, die ich im Regensommer 2014 ob Mürren fotografiert hatte, grad als an einem Morgen doch einmal die Sonne durch das Gewölk schien. Für die Kategorie «Tierwelt» wählte ich – mangels grösserer Tiere – das goldfarbene Käferchen, und das Winz-Heugümperli war der Favorit für die Kategorie «Makro».

Offenbar gefiel das Tierchen nicht nur mir, denn kürzlich erhielt ich von Pro Natura die Mitteilung, dass dieses Bild zu den 10 besten der Kategorie «Makro» gewählt wurde! An der Preisverleihung am 1. November im Naturschutzzentrum Sihlwald erfahre ich, ob es zu den drei Gewinnerbildern gehört. – Wenn ich mir vorstelle, dass da wahrscheinlich mehr oder weniger professionelle Fotografen mit dicken Kameras am Wettbewerb teilgenommen haben, erscheint mir die Kamera, mit der das Heugümperli aufgenommen wurde, grad noch eine Runde kleiner. Sozusagen ans Sujet angepasst…

Ab November sollen die Gewinnerbilder auf der Website von Pro Natura (Fotowettbewerb) zu sehen sein.

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