Kastanienreis (Kuri-gohan)

Letztes Wochenende führte unsere Wanderung unter Kastanienbäumen hindurch, wo kiloweise Edelkastanien am Boden lagen. Hier ein Viertelstunde zusammenlesen, ein Stück weiter oben nochmals – schon war der halbe Rucksack voller Kastanien.

Zu Hause stellte sich heraus, dass es 2.5 kg waren, und ich brauchte drei Abende, sie zu schälen, um sie eingefroren haltbar zu machen. Aber die Arbeit war es wert, denn ich liebe Gerichte mit Kastanien! Unten ein einfaches, herbstliches Rezept aus Japan, wo der Geschmack der Kastanien schön zur Geltung kommt:  栗御飯 (kuri-gohan), Kastanienreis.

Um frische Kastanien zu schälen, schneidet man sie kreuzweise ein, wirft sie (nur wenige Stück aufs Mal) in kochendes Wasser und lässt sie einige Minuten drin (d.h. bis sich die Schale leicht öffnet). Dann herausnehmen und sofort schälen, die äussere, braune Schale und die innere, dünne auch. Das geht leider am besten möglichst heiss – ab dem zweiten Abend hab ich Gummihandschuhe getragen…
(Das Rezept funktioniert sicher auch mit gekauften, schon vorgekochten Kastanien. Diese aber erst gegen Schluss beigeben.)

Vollreis (120g für 2 Portionen) mit der doppelten Menge kaltem Wasser über Nacht einweichen.
Aufkochen und Hitze reduzieren, sobald es kocht. Währenddessen ca. 10 – 15 frische, geschälte Kastanien in fingerbeerengrosse Stücke schneiden und beigeben.
Ca. 20-30 Min. zugedeckt köcheln lassen (bis Reis weich).
Mit wenig Salz und einigen Tropfen Reisessig (oder einem anderen milden Essig, z.B. Apfelessig oder Balsamico) abschmecken.
In einer gut isolierenden Pfanne kann man den Herd auch abstellen, sobald die Kastanien knapp weich sind und das Gericht einfach ziehen lassen, bis der Reis weich ist.

E Guete!

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